DIE
WUNDER DER WISSENSCHAFT IM QURAN
DAS LICHT UND DIE FINSTERNIS
Lob sei Allah, Der die
Himmel und die Erde erschaffen und die Finsternisse und das Licht
gemacht hat... (Sure 6:1 - al-An'am)
Wie bekannt kann man ohne eine Lichtquelle
seine Umgebung nicht mit bloßem Auge sehen. Das Licht jedoch, das
wir sehen, ist nur ein winziger Teil des existierenden Frequenzspektrums
energiereicher Strahlung. Es existieren verschiedene Strahlungsformen,
die der Mensch nicht sehen kann, die aber dennoch Energie übertragen:
Infrarotstrahlung, ultraviolette Strahlen, Röntgenstrahlung und
Radiowellen... Der Mensch ist gegenüber diesen Wellenlängen des
elektromagnetischen Spektrums blind.
Von diesem Gesichtspunkt aus gesehen
ist es sehr bemerkenswert, dass im Quran das Wort "Finsternis" jedes
Mal als "Finsternisse", im Plural also, ausgedrückt wird. Das Wort
"Finsternisse", das auf Arabisch mit "zulumat" ausgedrückt wird,
wurde im Quran in 23 Versen in Pluralform verwendet. Im Singular
ist dieses Wort nicht verwendet worden. Die Erwähnung des Wortes
"Finsternis" ausschließlich in der Pluralform lenkt unsere Aufmerksamkeit
darauf, dass es außer dem Strahlenspektrum, das wir sehen können,
noch andere Arten von Strahlung gibt.

Wie im Schema zu sehen
ist, befinden sich die Wellenlängen, die die Menschen
wahrnehmen können, in einem ganz schmalen Abschnitt
des elektromagnetischen Spektrums. Die anderen Wellenlängen
bedeuten für den Menschen Finsternis.
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Den Grund für den Plural in diesem
Ausdruck haben Wissenschaftler erst in jüngster Zeit entdeckt. Die
Wellenlängen sind unterschiedliche Formen der Energie, die als elektromagnetische
Strahlung bekannt ist. Alle Formen elektromagnetischer Strahlung
bewegen sich wellenförmig im Raum fort, ähnlich den Wellen, die
sich auf dem Wasser bilden, wenn man einen Stein hinein wirft. Ebenso
wie die durch einen Steinwurf verursachten Wellen auf der Wasseroberfläche
verschiedene Höhen und Abstände voneinander haben können, haben
auch elektromagnetischen Wellen verschiedene Wellenlängen.
Nicht alle Sterne und weitere Lichtquellen
im Universum senden die gleiche Art Strahlung aus. Diese unterschiedlichen
Arten von Strahlung werden entsprechend ihrer Wellenlänge klassifiziert.
Das gesamte Spektrum der elektromagnetischen Wellen reicht von der
Gammastrahlung (10-8 Nanometer) bis zu den Radiowellen (bis zu 100
km). Der Unterschied in diesem Spektrum zwischen der kleinsten Wellenlänge
der Gammastrahlung und der die größten Wellenlängen besitzenden
Radiowellen ist 1025. Dabei sind die Strahlen der Sonne auf einen
sehr schmalen Abschnitt dieses Spektrums begrenzt.
Man kann sich kaum etwas unter einer
Zahl dieser Größe vorstellen, und so wollen wir einige Vergleiche
anstellen. Wenn man von 1 bis 1025 zählen wollte, und dies Tag und
Nacht täte, würde man dazu 100 Millionen mal länger als das Alter
der Erde brauchen! Die verschiedenen Wellenlängen der im Weltall
vorkommenden elektromagnetischen Energie erstrecken sich also über
ein enormes breites Spektrum. 70 % der Sonnenstrahlung umfassen
Wellenlängen von 0.3 bis 1.5 Mikron und innerhalb dieser schmalen
Bandbreite gibt es drei Arten von Licht: sichtbares, infrarotes
und ultraviolettes Licht. Diese Strahlung, die als 'sichtbares Licht'
bekannt ist, macht 41 % des Sonnenlichts aus.
Wie erwähnt bilden die Wellen, die
wir mit unseren Augen sehen können (sichtbares Licht), nur einen
ganz kleinen Teil des elektromagnetischen Spektrums. Außer in diesem
schmalen Abschnitt sind wir Menschen auf allen anderen Wellenlängen
blind.36

36) S. Waqar Ahmed Husaini,
Qur'an for Astronomy and Earth Exploration from Space, 3. Auflage,Goodword
Books, New Delhi, 1999, S. 175-182
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